eine weitere Station auf dem Weg in Richtung EKD

Religion in der Neuzeit

In der Neuzeit verlor die Religion sehr stark an ihrer Macht, wenn dazu im Gegensatz die christlichen Gesellschaften des Mittelalters betrachtet werden. Im Mittelalter besaß die Religion noch eine sehr hohe Autorität, die das Leben der Menschen noch stark beeinflusste. Die Theologie wurde in der Neuzeit etwas in den Hintergrund gedrängt und ihren Platz errangen die Geistes- und Naturwissenschaften. Hierbei seien als Beispiele nur die Fragen zur Evolution und der Ethik bzw. Recht genannt, die vorher der Religion unterstanden.

Es zeigten sich Tendenzen, die Kirche und Staat voneinander trennten, hierbei wird von der Säkularisierung gesprochen. Für dieses Ereignis wurden unterschiedliche Erklärungen aufgeführt, die von den Ideen des Humanismus und der Aufklärer über die Auswirkungen der Industrialisierung und noch vieles mehr reichten. Alle gesellschaftlichen Bereiche waren bei diesem Wandel betroffen und genauso der der verfassten Religion, die sich genauso ausdifferenzierte. Zum Einen wurden hierbei ein hohes Maß an Unduldsamkeit und Gewalt gezeigt und zum Anderen wurde der Auftritt viel mehr pluralistischer und genauso wurde mehr Toleranz aufgebracht.

Bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts verlor das Christentum in Europa an Bedeutung. Der Grund hierfür sind die Reputation sowie der politische und der gesellschaftliche Einfluss und die Verbreitung. Klöster verkleinerten sich, es wurde sinkender Klerikernachwuchs verzeichnet und sogar ein vermehrter Austritt aus der Kirche oder andere Arten der Distanzierung fanden in einigen traditionell westlichen Ländern des Christentums statt. Die religiösen Denker bemängeln diesen Zustand und fürchten eine Reduzierung des ethischen Standards durch die fehlende Religion.

Der gegenwärtige Trend zur Religion

In unserer heutigen Zeit wurden bereits zahlreiche Studien in Bezug auf die Religion durchgeführt,  die einen Rücklauf belegen. So haben in der jüngsten Vergangenheit die Besucherzahlen in Synagogen, Kirchen und vielen anderen religiösen Einrichtungen wieder zugenommen. Als führend werden hier Frankreich, Deutschland und Großbritannien als Beispiele angeführt, trotzdem laut den Umfragen die Kirchen auch weiterhin als öffentliche Einrichtungen geführt werden.

Über 50 Prozent der Einwohner von den meisten Ländern Europas waren im Jahr 2005 noch Mitglieder einer christlichen Kirche. Als einflussreich in der Politik gilt die katholische Kirche in Italien, Spanien, Irland und Polen, der jeweils über 80 Prozent der Menschen angehören. In zahlreichen Ländern Europas ist es fast schon Standard, einer Religion zugehörig zu sein, wenigstens formell. Vor allen Dingen junge Menschen auf der ganzen Welt wenden sich wieder den Institutionen der verschiedenen religiösen Richtungen zu. Dieser Trend hat insbesondere seit dem Ende des letzten Jahrhunderts zugenommen.

Heute ist das Recht auf Religionsfreiheit bereits in vielen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen im  Gesetz verankert, allerdings ist es noch nicht im täglichen Leben zu spüren.

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